Wildes Parken – Michas Perspektive

Ist wildes Parken wirklich ein so großes, unlösbares Problem? Kommt die Stadt mit Verboten weiter? Gibt es vielleicht etwas, das man ändern könnte, das allen beteiligten Parteien hilft?

eScooter, die ein Fahrrad zugeparkt haben, werden von einem weiteren eScooter blockiert
Bild: eScooterblog

Wenn man an manchen Stellen zur richtigen Zeit durch Köln läuft, könnte man ein schlechtes Bild von den Mietscootern bekommen. Sie werden insbesondere an Hotspots so abgestellt, dass sie den Gehweg blockieren. Das Titelbild wurde bspw. nur ein paar Hundert Meter vom Hauptbahnhof entfernt geschossen. Man sieht dort nur eine der vielen Engstellen nahe dem Kölner Hauptbahnhof. Die anderen Bilder in diesem Artikel stammen übrigens auch von dort. Scooter, die auf interessante Art und Weise geparkt sind, sind dort keine Mangelware.

Ich denke, das man mit einigen wenigen, kostengünstigen Regelungen Herr über die Scooterflut rund um den Hauptbahnhof werden würde. Zuerst einmal sollten sich die Anbieter bei den „Sperrgebieten“ zusammen und mit der Stadt Köln absprechen. Es ist wenig einleuchtend und für die Benutzer verwirrend, wenn die Sperrgebiete unterschiedlich verlaufen.

Die Sperrzonen verlaufen unterschiedlich. Hier zu sehen die Sperrzonen von (in dieser Reihenfolge) Lime, Circ und Tier rund um den Kölner Hauptbahnhof. Die Unterschiede scheinen klein, aber vor Ort ist das ganze problematisch. Wenn man die Randbezirke abläuft, findet man dort die Scooter der verschiedenen Hersteller gestapelt Bild:eScooterblog

Das führt dazu, das rund um den Kölner Hauptbahnhof immer wieder Fahrer zu beobachten sind, die durch die Gegend rollen und nach einem „gültigen“ Parkplatz für ihr Gefährt Ausschau halten. Zudem verlaufen einige Randzonen ungünstig und enden an Nadelöhren, die dann durch die geparkten Scooter verstopft werden. So finden sich immer wieder kreativ geparkte Scooter an der Hohenzollernbrücke (für Nicht-Kölner: Über diese Brücke führen die Gleise des Hauptbahnhofs direkt über den Rhein).

Mietscooter vs. Mietrad: Wer blockiert den Weg effizienter? Bild:escooterblog

Hier sehe ich vor allem die Stadt Köln in der Pflicht. Wenn die Verkehrswende gepredigt wird, dann müssen dafür Maßnahmen getroffen werden. Parkplätze für eScooter an Hotspots wären eine solche Maßnahme, die von den Anbietern mit einer Parkprämie gefördert werden könnte. Auf dem Wege wäre gewährleistet, das man immer noch überall parken kann (sofern man gewillt ist 15 € zu zahlen), die Masse der Leute dürfte die eScooter dann aber um des lieben Geldes willen auf einen Hotspotparkplatz stellen – das erspart einem auch die Sucherei.

Ich denke, ein Appell an den gesunden Menschenverstand ist leider zwecklos. Wenn das funktionieren würde, dann hätten wir nicht so viele Autos, die falsch parken. Es wäre allerdings möglich, durch gezielte Maßnahmen mit Augenmaß das Chaos auf ein Minimum zu reduzieren. Parkplätze mit Prämie für Mietscooter wären so eine Maßnahme.

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