Wie lange halten Mietscooter?

Wie lange halten eScooter im Mietbetrieb? Diese Frage wird immer wieder teils hitzig diskutiert, insbesondere vor dem Hintergrund des ökologischen Impakts. Auch die Rentabilität steht zur Debatte. Halten eScooter wirklich nur einen Monat, wenn Sie vermietet werden?

Seit eScooter im Juli 2019 zugelassen wurden, werden Sie von verschiedenen Anbietern vermietet und fluten so die Straßen der deutschen Städte. In den Kommentarspalten der entsprechenden Online-Portale tobt ein Kleinkrieg um die Frage, wie ökologisch ein Transportmittel ist, das nur ein- bis drei Monate übersteht, bevor es auf den Müll wandert.

Immer drauf: Manche nutzen eScooter offenbar als Sandsack Bild: eScooterblog

Man sollte das Thema etwas differenzierter betrachten. Die Anbieter würden gerne (irgendwann einmal) Geld mit ihren Diensten verdienen. Von daher steht es außer Frage, das ein Scooter, der ein Jahr lang hält, auch für die Anbieter wesentlich interessanter ist als einer, der im Schnitt nach einem Monat aus dem Verkehr gezogen werden muss. Daher wird auch einiges für die Entwicklung getan, und so schätzen die Anbieter auf dem deutschen Markt die Haltbarkeit ihrer Scooter aktuell tatsächlich auf etwa ein Jahr. Noch länger wäre Ihnen sicher lieb. Ganz genau kann man aber nicht sagen, wie lange die Geräte halten, da sie ja noch im Betrieb sind.

Ein großer Faktor dabei ist offenbar auch Vandalismus; dagegen sind die Vermieter aber machtlos. Ein Teil der Randale scheint einfach einem betrunkenen Verstand geschuldet, ein anderer Teil ist politisch motiviert. In beiden Fällen kann man nur abwarten, wie sich das ganze entwickelt. Eine mögliche Alternative dazu ist vielleicht das Verleihmodell, das hierzulande Otto anbietet (oder in den USA bspw. Lime). Dabei mietet man den Scooter nicht für eine Fahrt, sondern für einen Monat. Damit ist er eine gute Alternative für die letzte Meile, aber eine schlechte für Spontanfahrten.

Kölner Street-Art: Fahrradsalat mit ein bisschen Limegrüner Beilage Bild: eScooterblog

Dafür gibt es aber auch Vorteile: Die eScooter werden, so das Kalkül der Verleiher, besser behandelt. Einen Gegenstand, den man langfristig mietet behandelt man besser als einen, den man nur für fünf Minuten nutzt. Ein eScooter, den man sich fest mietet, wird man wohl nicht mitten auf dem Gehweg parken. Geräte, die in diesem Modus verliehen werden, könnten daher vor allem ökologisch und gesellschaftlich rentabler sein. Eine Lifecycle-Betrachtung von Mietscootern auf einem gesättigten deutschen Markt existiert bis jetzt noch nicht. Für andere Märkte sehen sie nicht schlecht aus – vorausgesetzt, die eScooter halten lange genug: Zwei Jahre müssen es schon sein.

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