Hotspot Kölner Hauptbahnhof – Lösungen für das Parkplatz-Problem

Sie blockieren die Gehwege und werden mutwillig zerstört. Einige Städte reagieren mit scharfen Regulierungen. Gibt es eine sinnvolle Alternative zu den drastischen Maßnahmen?

Oft gerammelt voll: Der Weg zum Kölner Hauptbahnhof Bild: eScooterBlog

Wenn man die Problematik des Parkens besser verstehen will, fängt man am besten am Anfang am. Das wäre dann in den USA. In einer handvoll Städte wurden die eScooter völlig unreguliert verteilt, ohne auch nur eine Auflage hinsichtlich der Anzahl der Leihgeräte, der Reparatur oder der Entsorgung. Das Resultat waren unter anderem verstopfte Straßen und eine Huldigung der Thematik in Southpark. Außerdem sind sie das Futter, dass das Thema in den deutschen Medien überhaupt so groß gemacht hat – größer, als es meines Erachtens tatsächlich ist.

Seit dem hat sich allerdings viel geändert, auch, wenn die Horrorgeschichten immer wieder gerne kolportiert werden. Es gibt nicht nur Auflagen bezüglich der Anzahl der Geräte, es gibt auch Verbotszonen, eine Prüfung der Geräte und wenn eines falsch geparkt wird, dann kümmern sich die Firmen darum, das es umgestellt wird. Das ist nur ein Auszug aus dem Katalog, den die Firmen freiwillig unterschrieben haben. Lime konnte sich nicht verkneifen anzumerken, das man die Standards übererfülle und sogar weitere Regulierung fordere.

Der Kölner Hauptbahnhof braucht einen Parkplatz am Breslauer Platz und einen am Bahnhofsvorplatz © OpenStreetMap-Mitwirkende

Zu diesen freiwillig unterschriebenen Forderungen gehört das Einrichten von gesonderten Parkplätzen für die Leihgeräte. Auch einem Bonus-System wurde zu gestimmt. Es spricht also nichts dagegen, den Kölner Hauptbahnhof mit zwei zusätzlichen Parkplätzen für eScooter zu versehen – am Breslauer Platz und am Bahnhofsvorplatz.

Die bisherigen Maßnahmen belaufen sich auf individuelle Fahr- bzw. Parkverbotszonen. Das ist aber nicht ausreichend für einen großen Bahnhof. Die Menschen wollen nun einmal dort hin; entsprechend viele eScooter finden sich in der Umgebung. Vergrößert man die Parkverbotszonen, ergibt es irgendwann keinen Sinn mehr, mit dem eScooter zum Bahnhof zu fahren. Das aber widerspräche der ausgelobten Idee des neuen Mobilitätskonzepts.

Dabei wäre es doch sehr viel einfacher, wenn man zwei ausgezeichnete Parkplätze für den Bahnhof errichtet. Nun wäre es möglich, mit dem eScooter nah an den Bahnhof zu gelangen, ohne beim Parken den Weg zu versperren. Für dass Parken auf einem solchen Parkplatz sollte die Fahrerin oder der Fahrer eine Gutschrift über 1,- € auf dem Account erhalten – auf diesem Weg haben andernorts Radverleiher das Wildparken in den Griff bekommen.

Kölner Street Art Bild: eScooterBlog

Das dürfte mehrere Probleme auf einmal lösen. Zum einen wären die eScooter alle an einem Ort, der direkt von den zwei Ausgängen zu erreichen ist – das wären kürzere Wege für die Benutzer. Für die Fußgänger wäre der Vorteil, das die eScooter rund um den Hauptbahnhof nicht mehr in Form einen Slalom-Parcours geparkt werden. Und es ist damit zu rechnen, das eScooter, die keine Einfahrten blockieren oder quer auf dem Gehweg stehen, auch nicht spontan zu Kölner Street-Art verarbeitet werden. Außerdem würde es verhindern, das eScooter-Fahrer leise fluchend, Slalom zwischen den Menschen fahrend, nach einer Parkmöglichkeit am Hauptbahnhof suchen.

Da die Verleiher den entsprechenden Maßnahmen grundsätzlich schon zugestimmt haben, versucht das Team von eScooterBlog in Erfahrung zu bringen, ob die Stadt Köln bereits entsprechende Gespräche initiiert hat. Wir werden berichten!

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